Beim Bremsweg auf Nässe unterscheiden sich die gemessenen Werte zwischen einem Ganzjahresreifen aus Europa und einem Sommer- oder Winterreifen aus Asien signifikant. Foto: GTÜ.
Foto: Helmut Thewalt Trier

Reifenindustrie

GTÜ warnt vor Billigreifen

Können Saisonalreifen aus dem Budgetsegment mit Ganzjahresreifen aus dem Premiumsegment mithalten? Dieser Frage wollte die GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung nachgehen und hat dazu den Ganzjahresreifen Goodyear Vector 4 Seasons aus deutscher Produktion gegen den Sommerreifen Federal Sport Performance aus Taiwan und den chinesischen Winterreifen Infinity INF 049 in der Größe 225/45 R17 antreten lassen. Getestet wurde in der sicherheitsrelevanten Disziplin Nassbremsen und –handling auf der Dunlop-Teststrecke in Wittlich.

Können Saisonalreifen aus dem Budgetsegment mit Ganzjahresreifen aus dem Premiumsegment mithalten? Dieser Frage wollte die GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung nachgehen und hat dazu den Ganzjahresreifen Goodyear Vector 4 Seasons aus deutscher Produktion gegen den Sommerreifen Federal Sport Performance aus Taiwan und den chinesischen Winterreifen Infinity INF 049 in der Größe 225/45 R17 antreten lassen. Getestet wurde in der sicherheitsrelevanten Disziplin Nassbremsen und –handling auf der Dunlop-Teststrecke in Wittlich.

Hintergrund des Tests ist, dass viele Endverbraucher auf Billigreifen zurückgreifen, um Kosten zu sparen. Auch Ganzjahresreifen werden von manchen Autofahrern aus Kostengründen montiert. Außerdem: „Rund acht Prozent der deutschen Autofahrer sind auch im Frühjahr und im Sommer noch auf Winterreifen unterwegs. Der Hauptgrund ist, man möchte Reifen mit geringem Restprofil noch auffahren. Dies birgt aber Risiken. So hat ein Winterreifen bei warmer Witterung ein unpräzises Lenkverhalten und längere Bremswege“, fügt Ludger Monz, GTÜ Sachverständiger, in einem Video hinzu, das gemeinsam mit n-tv PS-Magazin produziert wurde und in Kürze auf n-tv gesendet wird.

Die GTÜ kommt zu folgendem Testergebnis: Keiner der beiden im Vergleich getesteten Billigreifen – Sommer- wie Winterreifen – kann mit einem „Allrounder“ auch nur annährend mithalten. Beim Nassbremsen von Tempo 80 auf 0 km/h zeige der Billigpneu einen mehr als zehn Meter längeren Bremsweg. Wenn das Auto mit den Ganzjahresreifen nach einer Vollbremsung bereits steht, ist das Fahrzeug mit den Billigreifen noch mit knapp 40 km/h Restgeschwindigkeit unterwegs. „Drei Reifen reichen für einen plakativen Vergleich aus unserer Sicht aus, zumal die GTÜ bereits mehrfach sogenannte Billigreifen getestet hat und das schlechte Abschneiden dieser Reifen durch den neuerlichen Test nur nochmals bestätigt wurde“, so Hans-Jürgen Götz, Leiter Presse und Öffentlichkeitsarbeit GTÜ. „Die GTÜ warnt allein aus Gründen der Sicherheit vor dem Kauf und der Montage derartiger Reifen. Im Fall der Fälle ist ein kurzer Bremsweg absolut entscheidend, jeder Meter weniger bis zum Stillstand des Fahrzeugs zählt“, fügt Götz hinzu.

(akl)

Porträt

GTÜ warnt vor "Billigreifen"

Die GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung warnt vor sogenannten „Billigreifen“ aus chinesischer und osteuropäischer Produktion und belegt dies mit den "alarmierenden" Ergebnissen aus einem Praxistest. Die GTÜ-Experten haben sechs dieser Reifen in der gängigen Größe 215/45 R17 auf ihre Bremsweg-, Nässe- und Handling-Eigenschaften getestet. Als Referenzreifen diente der Dunlop Sport Maxx, montiert auf einem serienmäßigen VW Golf GTI.

Foto: GTÜ 10/2015

Reifenindustrie

GTÜ mahnt zur "höchsten Vorsicht" bei Billigreifen

Die GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung mbH hat Budget-Winterreifen der Dimension 205/55 R16 91H auf ihre Bremsweg-, Nässe- und Handling-Eigenschaften geprüft. Als Referenzreifen diente ein europäischer Winterreifen der Marke Dunlop. Laut GTÜ sorgte eine spezielle Hard- und Software für präzise Messergebnisse. Die Ergebnisse vor allem auf nasser oder matschiger Piste seien teilweise erschreckend.

Reifenhandel

KS warnt vor Kauf von Billigreifen

Der Automobilclub Kraftfahrer-Schutz (KS) warnt vor dem Kauf von Billigreifen, die oft aus fernöstlicher Produktion stammen. Tests hätten gezeigt, dass Autos mit solchen Reifen auf nasser Straße einen erheblich längeren Bremsweg haben können. So konnten laut KS Tester bei einer Vollbremsung aus 100 km/h Differenzen von bis zu zwölf Meter messen. Das heißt dort, wo ein Fahrzeug mit guten Reifen bereits zum Stillstand gekommen war, fuhr der Wagen mit den Billigpneus noch 44 km/h schnell, was im Extremfall einen tödlichen Aufprall zur Folge haben kann.

Reifenindustrie

Test: Billigreifen aus Asien bremsen schlecht

Die englische Fachzeitschrift autocar hat mit einem Reifentest auf die drastischen Qualitätsunterschiede zwischen europäischen Markenreifen und asiatischen Billigimporten aufmerksam gemacht. In der aktuellen Ausgabe testeten die Fachleute fünf Sommerreifen aus Fernost. Referenzreifen war der ContiPremiumContact 2 von Continental. Dabei zeigten sich vor allem auf nasser Fahrbahn hohe Sicherheitslücken der asiatischen Produkte. Aber auch bei den Bremswerten auf trockenem Asphalt lagen die Importe weit hinter dem europäischen Reifen.