Reifen Stiebling startet eine Kampagne, die über Sicherheitsmängel von Ganzjahresreifen informieren will.

Branchenbericht

Kampagne gegen „Egal-Haltung“ beim Reifenkauf

Reifen Stiebling startet eine Kampagne, die über Sicherheitsmängel von Ganzjahresreifen informieren will. "Verkürzen Sie den Bremsweg. Nicht Ihr Leben!“ - diese Botschaft sendet die Herner Branchengröße in Form eines auffällig bedruckten Aufliegers. Der Schriftzug auf dem Lkw-Trailer ist wesentlicher Teil der Kampagne gegen die laut Stiebling-Ansicht zunehmende „Egal-Haltung“ von Verbrauchern beim Thema Reifenkauf.

Reifen Stiebling startet eine Kampagne, die über Sicherheitsmängel von Ganzjahresreifen informieren will. "Verkürzen Sie den Bremsweg. Nicht Ihr Leben!“ - diese Botschaft sendet die Herner Branchengröße in Form eines auffällig bedruckten Aufliegers. Der Schriftzug auf dem Lkw-Trailer ist wesentlicher Teil der Kampagne gegen die laut Stiebling-Ansicht zunehmende „Egal-Haltung“ von Verbrauchern beim Thema Reifenkauf.

„Wir wollen deutlich auf die Gefahren einer Gleichgültigkeit bei der Wahl von Reifen aufmerksam machen. Diese ,Egal-Haltung‘ scheint bei Autofahrern im Gleichschritt mit dem Wachstum des Segmentes der Ganzjahresreifen Einzug zu halten“, so Geschäftsführer Christian Stiebling. Dass die Wahl der richtigen Bereifung hochgradig sicherheitsrelevant ist, ist für das Gros der Hersteller und Fachhändler keine Frage. „Es ist eben nicht egal, ob ich mich für die saisonalen Spezialisten eines Premium-Herstellers oder für Low-Budget-Produkte entscheide, die bei jeder Witterung ganzjährig gefahren werden sollen“, erklärt Mit-Geschäftsführer Alexander Stiebling. Entscheidend sei, inwieweit der Endverbraucher noch ein Bewusstsein für diese gravierenden Unterschiede in Punkto Sicherheit habe, und ob er es in Zukunft überhaupt noch für notwendig halte, sich mit dem Thema näher zu befassen.

Der Reifenfachhändler bemerkt, dass etwa die Verwendung von Ganzjahresreifen aus vielen Gründen problematisch sei und zu erhöhten Sicherheitsrisiken führen könne. Bestätigung lieferten aktuelle Testergebnissen: Beim Ganzjahresreifentest des ADAC kam ein Pkw auf Allwetterreifen eines Markenherstellers bei einer Vollbremsung von 100 auf 0 km/h fast 15 Meter später zu stehen als der Sommerreifen eines renommierten Herstellers. "Bis auf wenige Ausnahmen arbeitet nur noch der kompetente Reifen-Fachhandel die sicherheitsrelevanten Aspekte bei der Reifenwahl heraus“, stellt Christian Stiebling fest, „in vielen Absatzkanälen wird der Reifen entweder als ,Frequenzbringer genutzt, um den vermeintlich ertragreicheren Autoservice zu verkaufen, oder nebenbei mitverkauft. In beiden Fällen bleibt die notwendige Sensibilisierung für das Thema Sicherheit auf der Strecke.“

Lesen Sie einen ausführlichen Bericht in der Print-Ausgabe. 

(kle)

Foto: photo: isp-grube.de

Branchenbericht

ADAC: CrossClimate mit sicherheitsrelevantem Mangel

Unterschiedliche Testgewichtungen führen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Der ADAC und seine Partner werden von der Branche und einem Großteil autoaffiner Endverbraucher als relevanteste Prüfinstanz gesehen. Der nun vorgelegte Ganzjahresreifentest identifiziert erheblichen Verbesserungsbedarf auch bei sogenannten Premium-Pneus. Der von der AutoBild gelobte Michelin Cross Climate beispielsweise ist, natürlich unter Berücksichtigung einer anderen Testanordnung, plötzlich ein nur noch "ausreichendes" Gummi – mit einem erheblichen sicherheitsrelevanten Mangel.

Nachricht

Das Feld rückt enger zusammen

Der Sommerreifen-Test der AutoBild Sportscars bestätigte einmal mehr die Tendenz, dass der technische Vorsprung der Spitzenmarken schrumpft. So ergaben sich „keine gravierenden Sicherheitsmängel“ im Test und die Unterschiede in den getesteten Kategorien waren oft nur minimal. Nichtsdestotrotz zeigt das Ergebnis aber auch, dass Top-Qualität nach wie vor ihren Preis hat.

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BRV fordert mehr Sachlichkeit in punkto Ganzjahresreifen

Das Thema Ganzjahresreifen beschäftigt seit längerem die Branche. Kürzlich veröffentlichte AutoBild einen Ganzjahresreifentest, der für Diskussion sorgte. Hinzu kam, dass fast zeitgleich der Michelin-Chef Jean-Dominique Senard in einem Interview der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ den Ratschlag gab: „Ich empfehle ihnen, einen Allwetterreifen zu kaufen“, und dass obwohl der Hersteller seinen CrossClimate stets betont als „Sommerreifen mit Wintereigenschaften“ bezeichnete und den Begriff „Ganzjahresreifen“ in Zusammenhang mit seinem Produkt mied.

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Ford-Chef attackiert Zulieferer Firestone

Der Mutterkonzern Bridgestone will seiner schwer kritisierten Marke Firestone die Treue halten. Zeitungsberichten zufolge betonte dies Bridgestone-Präsident Yoichiro Kaizaki auf einer Pressekonferenz in Tokio. Gleichzeitig übernahm der Konzern die volle Verantwortung. Ford-Chef Nasser warf seinem Lieferanten vor, die gravierenden Sicherheitsmängel jahrelang vertuscht zu haben.