Der ADAC ist der für die Branche wohl wichtigste Test.
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Reifenindustrie

Im ADAC-Winterreifentest siegen die üblichen Verdächtigen

Die Katze ist aus dem Sack – der ADAC und die Stiftung Warentest haben die Ergebnisse ihres Winterreifentests veröffentlicht. Getestet wurden Pneus in den drei Dimensionen 165/70 R14T, 205/55 R 16 und 215/65 R16T. Überraschungen gibt es vor allem in der Klein- und Kleinstwagengröße. Die besten Benotungen erhalten Reifen der üblichen Verdächtigen: Continental, Michelin, Pirelli, Goodyear und Dunlop.

Die Katze ist aus dem Sack – der ADAC und die Stiftung Warentest haben die Ergebnisse ihres Winterreifentests veröffentlicht. Getestet wurden Pneus in den drei Dimensionen 165/70 R14T, 205/55 R 16 und 215/65 R16T. Überraschungen gibt es vor allem in der Klein- und Kleinstwagengröße. Die besten Benotungen erhalten Reifen der üblichen Verdächtigen: Continental, Michelin, Pirelli, Goodyear und Dunlop.

Der Reifentest des ADAC und der Stiftung Warentest ist der Gradmesser für die Branche – von Industrie und Handel heiß erwartet. Kein anderer Reifentest findet eine derart breite mediale Streuung, kein Reifentest hat für die breite Masse der Endverbraucher eine derartige Relevanz. Für die Reifenhersteller ist ein Testsieg oder ein gutes Abschneiden die ideale Marketingvorlage. Die Auswertung des diesjährigen Reifentests belegt erneut, dass die Premiumhersteller mit ihren Produkten qualitativ dicht beieinander liegen. Absolute Verlierer gibt es im aktuellen Test nur sehr wenigesie entstammen, wie soll es anders sein, dem Budgetsegment. Die dritte Erkenntnis aus dem Winterreifentest von ADAC und Stiftung Warentest ist, dass das neue EU-Reifenlabel zwar etwas über die Effizienz eines Pneus aussagt, aber nicht ob er wintertauglich ist. Insgesamt wurden 37 Reifenmodelle unter die Lupe genommen. Erneut schafft es kein Pneu in die Benotungskategorie „sehr gut“. Mit der Note „gut“ werden elf Reifen ausgezeichnet. Diese Gummis beurteilen die Tester als besonders empfehlenswert. Bei vier Produkten wird ein „mangelhaft“ vergeben, sie fallen insbesondere bei Nässe durch.

In der Dimension 165/70 R 14 T mussten 15 Reifen auf den Prüfstand. Mit dem Michelin Alpin A4, der besonders in Sachen Verschleiß und den Testdisziplinen auf trockener und nasser Fahrbahn überzeugen kann, siegt ein alter Bekannter. Der Zweitplatzierte Continental WinterContact TS 800 begeistert die Reifentester durch seine besondere Stärke auf Schnee (Bestnote) und seine „guten“ Fähigkeiten auf trockener und nasser Fahrbahn. Überzeugen kann der Conti-Pneu auch beim Rollwiderstand. Als in seiner Gesamtheit ebenfalls „gut“ beurteilter und „ausgewogener“ Reifen folgt an dritter Stelle der Pirelli Winter 190 Snowcontrol Serie 3.

In der Klein- und Kleinstwagengröße folgen auf den weiteren Plätzen mit der Note „befriedigend“ neun Reifen. Auch diese Pneus werden also empfohlen. Etwas überraschend ist, dass in dieser „befriedigenden“ Testgruppe der Barum Polaris 3, der Sava Eskimo S3+ und der Marshal I’ZEN MW 15 sich laut dem Gesamturteil der Tester auf qualitativer Augenhöhe mit dem Goodyear UltraGrip 8, dem Semperit Master-Grip und dem Vredestein Snowtrac 3 befinden. Die übrigen vom ADAC mit einem „befriedigend“ beurteilten Pneus, darunter der Firestone Winterhawk 2 EVO, der Dunlop SP Winterresponse und der Hankook Winter i*cept RS W442, werden von den Test-Verantwortlichen als etwas „schwächer auf Nässe und Schnee“ (Firestone/Hankook) beurteilt und aufgrund des „relativ hohen Verschleißes“ (Dunlop) ein wenig abgewertet.  In der „ausreichenden“ Bewertungskategorie befindet sich der GTRadial ChampiroWinterPro. Er zeige eine deutliche Schwäche auf Nässe und besonders auf Schnee. „Mangelhaft“ sind die beiden Schlusslichter Effiplus Epluto I (Chinaexport) und der Premiorri ViaMaggiore aus ukrainischer Produktion.

In der größeren Dimension 205/55 R 16 (z.B. für Audi A3, Mercedes C-Klasse, Opel Astra, VW Golf) erhalten fünf Profile ein „gut“. Einen weiteren Testsieg fährt der Neuling Continental WinterContact TS 850 ein. Die Tester vergeben auf Schnee, auf Eis, beim Kraftstoffverbrauch und beim Verschleiß jeweils die Bestnote. Der Michelin Alpin A4 liegt notentechnisch gleichauf. Ebenfalls „gute“ Reifen sind nach Ansicht des ADAC der Dunlop SP Wintersport 4D, der Goodyear UltraGrip 8 und der Nokian WR D3.

Die Gruppe der „befriedigenden“ und damit empfehlenswerten Reifen rekrutiert sich aus zehn Profilen. Angeführt wird die Gruppe vom Bridgestone LM-32 – mit besseren „Nass“-Werten wäre dieser vermutlich noch unter die fünf erstplatzierten Reifen gerutscht. Es folgen der Semperit Speed-Grip 2, der Vredestein Snowtrac 3 und der ESA-Tecar Super Grip 7+. In mehreren Kriterien deutliche Schwächen werden von den Testern beim Yokohama W.drive V903A, dem Fulda Kristall Control HP,  Pirelli Winter 210 Snowcontrol Serie 3, Falken Eurowinter HS 449, Hankook Winter icept RS W442 und Uniroyal MS Plus 66 festgestellt. Dennoch sind alle genannten Pneus noch „befriedigend“. Es fällt lediglich der Syron Everest 1 wegen seiner massiven Schwäche auf nasser Fahrbahn durch.

Im Rahmen des Winterreifentests wurde eine Überprüfung auch von sechs Winterreifen in der Dimension 215/65 R 16 T für kleine SUV durchgeführt. Die drei in der Gesamtbewertung „guten“ und damit „besonders empfehlenswerten“ Reifenmodelle zeigen laut den Testverantwortlichen in allen Kategorien eine überzeugende Leistung. An Position eins platzieren die Reifentester den Bridgestone Blizzak LM-80. Direkt dahinter reiht sich der Dunlop SP Winter Sport 4D ein. Er bekommt von den ADAC-Testern die Bestnote auf trockener Fahrbahn. Es folgt als ebenfalls „guter“ Reifen der Continental CrossContact Winter. In der Gruppe der befriedigenden Pneus finden sich die Modelle Goodyear UltraGrip 8 und der Sava Eskimo SUV. Der Goodyear UltraGrip 8 überzeugt die Reifentester besonders durch seine Performance auf Nässe und durch seinen geringen Verschleiß. Der Sava Eskimo SUV erhält von den ADAC-Testern von allen sechs getesteten Pneus die Bestnote beim Verschleiß. Als „mangelhaft“ wird von den ADAC-Mannen der Sailun Ice Blazer WSL 2 eingestufttrotz seiner Bestnote auf verschneiter Fahrbahn und beim Spritverbrauch. Seine überaus schlechten Fähigkeiten auf nasser Strecke lassen den Sailun-Pneu allerdings durchfallen.

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(kle/akl)

Reifenindustrie

ADAC Winterreifentest - ContiWinterContact TS 850 dominiert

Er war der absolute Testfavorit für diese Winterreifensaison – und die Testergebnisse bestätigen die hohen Erwartungen: Der ContiWinterContact TS 850 siegt nicht nur im Test von ams, AutoZeitung und GTÜ, er dominiert auch im ADAC-Winterreifentest in beiden geprüften Dimensionen.

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Reifenindustrie

ADAC-Test: ContiWinterContact TS 850 dominiert

Er war der absolute Testfavorit für diese Winterreifensaison – und die Testergebnisse bestätigen die hohen Erwartungen: Der ContiWinterContact TS 850 siegt nicht nur im Test von ams, AutoZeitung und GTÜ, er dominiert auch im ADAC-Winterreifentest in beiden geprüften Dimensionen.

Reifenindustrie

ADAC-Winterreifentest: Conti WinterContact TS 850 geadelt

Auch nach der medialen Stimmungsmache eines freien Redakteurs der WDR-Servicezeit gegen den ADAC-Reifentest ist die Relevanz bei Endverbraucher und Industrie unbestritten. Neben Händlerempfehlungen ist das Testergebnis des größten europäischen Automobilclubs ein kaufentscheidendes Kriterium. ADAC und Stiftung Warentest haben in ihrem aktuellen Winterreifentest 14 Modelle in der Dimension 175/65 R14 T und 14 Reifen in der Größe 195/65 R15 T getestet.

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Reifenhandel

ADAC Winterreifentest: Michelin Alpin 5 verliert Anschluss

Der ADAC-Reifentest ist ein wesentlicher Faktor im Reifenbusiness. Die diesjährige Winter-Ausgabe weist nur wenige Überraschungen auf – der Continental WinterContact TS 850 gewinnt in der wichtigen Dimension 205/55 R16 H. In eben dieser Größe liefert ein anderes Profil aus dem Premium-Segment ein beinahe desaströses Ergebnis in einer sicherheitsrelevanten Disziplin: Der Michelin Alpin 5 wird folglich mit einer noch befriedigenden Endnote abgestraft.