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ADAC_Sommer-Reifen-Test_Contidrom Jeversen_03.- 04. Oktober 2014

Reifenhandel

ADAC Sommerreifentest: Schrumpfende Qualitätsunterschiede

Einmal mehr bestätigt sich im ADAC Sommerreifentest 2016 die in den letzten Jahren bereits erkennbare Tendenz, dass die Qualitätsunterschiede schrumpfen. In diesem Jahr gibt es gar deftige Überraschungen in der Beurteilungsklasse „gut“. In dieser findet sich beispielsweise in der Test-Dimension 225/45 R16 94Y der ESA-Tecar Spirit 5 UHP. Auch Kumho feiert mit dem „guten“ Ecowing ES01 KH27 in der Größe 185/65 R15 88H einen Achtungserfolg. Continental performed mit dem Premium Contact 5 und dem Sport Contact 5 erneut in überzeugender Weise.

Einmal mehr bestätigt sich im ADAC Sommerreifentest 2016 die in den letzten Jahren bereits erkennbare Tendenz, dass die Qualitätsunterschiede schrumpfen. In diesem Jahr gibt es gar deftige Überraschungen in der Beurteilungsklasse „gut“. In dieser findet sich beispielsweise in der Test-Dimension 225/45 R16 94Y der ESA-Tecar Spirit 5 UHP. Auch Kumho feiert mit dem „guten“ Ecowing ES01 KH27 in der Größe 185/65 R15 88H einen Achtungserfolg. Continental performed mit dem Premium Contact 5 und dem Sport Contact 5 erneut in überzeugender Weise.

Der aktuelle Sommerreifentest von ADAC belegt, dass die Zeiten der großen Qualitätsunterschiede anscheinend der Vergangenheit angehören. Die Reifenhersteller der mittleren und unteren Preissegmente holen rapide auf. Ein Reifen wie der ESA-Tecar Spirit 5 UHP taugt als Argumentationsstütze diesbezüglich zwar kaum, da er aus der Produktion eines arrivierten Premiumherstellers stammt, dennoch verdeutlicht das gute Abschneiden dieses Sommerreifens, dass nicht so kostenintensive Gummis durchaus gute Leistungen in den wichtigen Disziplinen liefern können. Als ebenfalls auffällig sind die guten Ergebnisse des Kumho Ecowing ES01 KH27 und auch des Infinity Ecosis zu bewerten. Beide schaffen es, in der geprüften Reifendimension den Michelin Energy Saver + im Ranking hinter sich zu lassen. Der französische Reifenriese kann weder mit diesem Energy Saver + noch mit dem Pilot Sport 3 mit den Klassenbesten mithalten. Zur Entschuldigung sei zwar angeführt, dass mit dem Pilot Sport 4 ein Nachfolger bereit steht, eine Erkenntnis aber dieses Testauftaktes und auch vergangener Einheiten ist: Michelin scheint aktuell den Anschluss im Premiumsegment verloren zu haben. Ganz anders Continental – das Unternehmen liefert mit seinen Produkten wie schon in den Winterreifentest durchweg Spitzenleistungen ab.

Der ADAC hat in der Kleinwagendimension 185/65 R15 88H 16 Reifenmodelle einem Check unterzogen. Es siegt als „sehr ausgewogener Sommerreifen mit Bestnote auf Nässe“ der Vredestein Sportrac 5. Mit ebenfalls „guten“ Leistungen folgen der Continental PremiumContact 5 (“Bestnote auf trockener Fahrbahn“), der Dunlop Sport BluResponse („besonders gut auf trockener Fahrbahn“, „relativ geringer Spritverbrauch“) und der Goodyear Efficient Grip Performance („Sehr ausgewogen, besonders gut auf Nässe“). Auch der Hankook Kinergy Eco K425 wird von den Testern als „sehr ausgewogen“ empfunden. In der Wertungskategorie „gut“ folgen mit nur leichten Abständen der Nokian Line und der Kumho Ecowing ES01 KH27 („sehr ausgewogener Sommerreifen“). Die Anführer im Feld der „befriedigenden“ Reifen sind der Sava Intensa HP („gut auf Nässe“), der Überraschungsreifen Infinity Ecosis („leichte Schwächen auf trockener und nasser Fahrbahn“) und der Michelin Energy Saver + („leichte Schwäche auf nasser Fahrbahn“). Der Barum Brillantis 2 punktet mit „geringem Verschleiß“, präsentiert sich aber „relativ schwach auf nasser Fahrbahn“. Nahezu identisch bewertet der ADAC den Bridgestone Turanza T001. Der Japaner allerdings erhält als „befriedigender“ Reifen ebenso wie der Nexen Nblue HD Plus die Bestnote auf „trockener Fahrbahn“. Der Semperit Comfort Line 2 punktet mit „geringem Verschleiß“, wird aber aufgrund von schwächen auf Nässe etwas abgewertet.

Nur „ausreichend“ ist nach Ansicht des ADAC der Nankang Green Sport Eco 2 +. Begründet wird dies mit schwacher Performance auf nasser Fahrbahn und hohem Spritverbrauch. Den GT Radial Champiro VP1 trifft ein noch viel härteres Urteil: Dieser ist laut den Testern sogar „mangelhaft“, da „sehr schwach auf Nässe und auf trockener Fahrbahn“. Nach dem schlechten ACE-Urteil folgt mit der Veröffentlichung des ADAC-Sommerreifentestes der nächste Nackenschlag. Als Besonderheit der Testdimension 185/65 R15 wird vom ADAC aufgeführt, dass der Pirelli P1 „wegen starker Qualitätsschwankungen nicht eindeutig bewertet“ werden konnte. 

16 Modelle testete der ADAC auch in der Größe 225/45 R17 94 Y. Während bei der Kleinwagen-Dimension ein Renault Clio zum Einsatz kam, wurde für die Reifengröße der Mittelklasse ein VW Golf GTI als Testwagen herangezogen. An der Spitze der 225er Dimension steht der neue Continental SportContact 5. Sowohl auf trockener als auch auf nasser Fahrbahn fährt er laut ADAC Ergebnis Bestnoten ein. Mit der Bestnote beim Spritverbrauch kann der bereits erwähnte ESA-Tecar Spirit 5 UHP punkten. Mit „gut“ bewertet folgen gleichfalls der Pirelli P Zero („besonders gut auf Nässe“) und der Vredestein Ultrac Vorti („besonders gut auf trockener Fahrbahn“).

Das sehr breite, mit der Schulnote „befriedigend“ bewertete Mittelfeld der 225er Größe wird von dem Hankook Ventus S1 evo2 K117 angeführt. Ihm bescheinigen die ADAC Tester einen relativ geringen Spritverbrauch und eine gute Performance auf trockener Fahrbahn. Er sei jedoch etwas schwächer auf Nässe, ebenso wie der Sava Intensa UHP, der allerdings von den Reifentestern die Bestnote beim Verschleiß bekommt. Es folgen der Nokian zLine und der Yokohama Advan Sport V105 mit der gleichen Gesamtnote 2,7. Auch diese beiden Reifen seien etwas schwächer auf Nässe. Der Yokohama Reifen bekommt vom ADAC die Bestnote auf trockener Fahrbahn. Der Uniroyal RainSport 3 kann einen „relativ geringen Spritverbrauch“ vorweisen, er habe jedoch leichte Schwächen auf trockener Fahrbahn. Der Michelin Pilot Sport 3 ist zwar nach Aussage der Reifentester besonders gut auf trockener Fahrbahn, doch schafft er es nur ins Mittelfeld. Vor allem sein Verschleiß sei sehr hoch. Es folgt der Toyo Proxes T1 Sport, der ebenfalls laut den Testern einen relativ hohen Verschleiß hat, doch „gut auf trockener Fahrbahn“ ist. Auch für diesen Reifen gibt es bereits einen Nachfolger: der Toyo Proxes T1 Sport plus wird ihn ersetzen. Mit der Endnote 3,0 reihen sich der Firestone Firehawk SZ90 („relativ schwach auf Nässe“), der Fulda SportControl („relativ schwach auf trockener und nasser Fahrbahn“) und der Semperit Speed-Life 2 („relativ schwach auf Nässe, geringer Spritverbrauch und Verschleiß“) ein. 

Noch „befriedigend“ schneidet bei der 225er Dimension der GT Radial Champiro HPY ab, der laut Hersteller jedoch durch den Nachfolger GT Radial SportActive ersetzt wird. Dem Champiro HPY bescheinigen die ADAC Tester eine sehr gute Performance auf trockener Fahrbahn, auf Nässe zeige er jedoch Schwächen. Als einziger Reifen in der bewerteten Dimension schneidet der Maxxis Victra VS01 mit „ausreichend“ ab. Zwar sei er gut auf trockener Strecke, doch zeige er eine schwache Performance auf nasser Fahrbahn.

Weitere aktuelle Reifentestergebnisse finden Sie in unserer Datenbank.

(kle/akl)

Reifenindustrie

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