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Continental – beheimatet in Hannover. 
Foto: Conti/Marcus Prell
Continental – beheimatet in Hannover. 

Continental

Trotz Gegenwind erzielt Reifenbereich „gutes Ergebnis“

Das Reifengeschäft sicherte im ersten Quartal 2022 die Bilanz des Zuliefererriesen Continental. Der Konzernumsatz lag im abgelaufenen Quartal bei 9,3 Milliarden Euro (Q1 2021: 8,6 Milliarden Euro, +8,2 Prozent) und das bereinigte operative Ergebnis bei 439 Millionen Euro (Q1 2021: 728 Millionen Euro, -39,8 Prozent).

„Das abgelaufene Quartal wurde überschattet vom Krieg gegen die Ukraine und damit einhergehenden massiven Auswirkungen auf ohnehin bereits hohe Energiepreise sowie angespannte Logistikketten und Rohstoffmärkte. Zudem haben die Schritte zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie insbesondere in China die wirtschaftliche Entwicklung negativ beeinträchtigt. Angesichts der vielfachen Herausforderungen haben wir Maßnahmen ergriffen, um die Ergebnisbelastung möglichst einzugrenzen“, sagt Nikolai Setzer, Vorstandsvorsitzender von Continental. Preissteigerungen in den Bereichen Beschaffung und Logistik hätten das Unternehmen im ersten Quartal stark betroffen. „Trotz dieses massiven Gegenwinds haben wir im Reifenbereich ein gutes Ergebnis erzielt. Für Automotive sind wir zuversichtlich, dass unsere Maßnahmen eine Ergebnisverbesserung im Jahresverlauf bewirken“, so Setzer.

Continental hat auf die zahlreichen Herausforderungen mit einer weiteren Diversifikation der Rohstoffbezugsquellen, mit dem Aufbau von Sicherheitsbeständen sowie einer Neuordnung der Wertschöpfungskette im Elektronikbereich reagiert. Im ersten Quartal 2022 erzielte Continental ein Nettoergebnis von 245 Millionen Euro (Q1 2021: 448 Millionen Euro für fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten). Der bereinigte Free Cashflow lag bei -174 Millionen Euro (Q1 2021: 646 Millionen Euro für fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten). „Der negative bereinigte Free Cashflow im ersten Quartal dieses Jahres ergibt sich vor allem aus höheren Beschaffungskosten und dem Aufbau von Lagerbeständen. Für das Gesamtjahr erwarten wir einen bereinigten Free Cashflow in der Bandbreite von rund 0,6 bis 1,0 Milliarden Euro“, erläutert Katja Dürrfeld, Finanzvorständin von Continental. Die höheren Lagerbestände ergeben sich laut Dürrfeld aus der Erhöhung der Sicherheitsbestände von Rohstoffen und Vorprodukten sowie aufgrund des saisonalen Aufbaus im Reifenbereich.

Die schwache Automobilproduktion bei gleichzeitig steigenden Beschaffungs- und Logistikkosten wirkte sich insbesondere auf den Unternehmensbereich Automotive aus. Der Umsatz stieg laut den Verantwortlichen um 3,2 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro (Q1 2021: 4,1 Milliarden Euro). Bereinigt um den Einfluss von Wechselkurseffekten und Konsolidierungskreisveränderungen ergebe sich eine organische Umsatzentwicklung von -1,2 Prozent. Dabei habe der Unternehmensbereich Automotive besser abgeschnitten als der Markt. Die bereinigte EBIT-Marge lag bei -3,9 Prozent (Q1 2021: 2,4 Prozent).

Reifengeschäft legt zu

Ein gutes Ergebnis erzielte der Unternehmensbereich Tires. Dabei haben insbesondere die Absätze im Ersatzgeschäft von Pkw- und Nutzfahrzeugreifen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zugelegt. Bei einem Umsatz von 3,3 Milliarden Euro (Q1 2021: 2,7 Milliarden Euro, +20,1 Prozent) wurde eine bereinigte EBIT-Marge von 17,1 Prozent erreicht (Q1 2021: 16,6 Prozent). Das Ergebnis wurde in Höhe von rund 200 Millionen Euro laut Management positiv durch die Bestandsbewertung aufgrund gestiegener Anschaffungs- und Herstellungskosten beeinflusst.

Den Ausblick für das Gesamtjahr hat Continental angepasst. Der Konzernumsatz wird nun bei rund 38,3 bis 40,1 Milliarden Euro (zuvor rund 38 bis 40 Milliarden Euro) und die bereinigte EBIT-Marge bei rund 4,7 bis 5,7 Prozent (zuvor rund 5,5 bis 6,5 Prozent) erwartet. Für den Unternehmensbereich Tires geht Continental von einem Umsatz zwischen rund 13,8 und 14,2 Milliarden Euro (zuvor rund 13,3 bis 13,8 Milliarden Euro) sowie einer bereinigten EBIT-Marge zwischen rund 12,0 und 13,0 Prozent (zuvor rund 13,5 bis 14,5 Prozent) aus.

Die Herausforderungen allerdings werden nicht kleiner. Sollte die geopolitische Lage, insbesondere in Osteuropa, angespannt bleiben oder sich gar verschlechtern, kann dies weitere nachhaltige Störungen in der Produktion, den Lieferketten und der Nachfrage verursachen, betont die Konzernführung. Außerdem könnten sich weitere negative Auswirkungen aus der andauernden Coronavirus-Pandemie und aus der damit verbundenen Versorgungssituation ergeben. Je nach Ausmaß könnten sowohl der Umsatz aber insbesondere auch das Ergebnis aller Unternehmensbereiche und damit des Konzerns insgesamt niedriger ausfallen als im Vorjahr. (kle)

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Florent Menegaux, Vorstandsvorsitzender der Michelin Gruppe, schreibt dem Unternehmen viel Widerstandsfähigkeit zu.
Foto: Michelin

Reifenindustrie

Jahresergebnis 2021: Michelin verzeichnet Umsatzsteigerung 

Der Reifenkonzern Michelin konnte seinen Umsatz 2021 um 16,3 Prozent auf 23,79 Milliarden Euro steigern. Das operative Ergebnis des Segments belief sich auf 2,97 Milliarden Euro, was 12,5 Prozent des Umsatzes entspricht.

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Foto: Continental

Industrie

Conti profitiert weiterhin vom starken Reifengeschäft

Mit einem Konzernumsatz von 8 Milliarden Euro (-7,4 Prozent) hat Continental das dritte Quartal des Jahres abgeschlossen. Während der Geschäftsbereich Automotive Technologies deutliche Einbußen hinnehmen musste, konnte das Reifengeschäft erneut punkten.

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Foto: Delticom

Onlinehandel

Delticom erzielt positives Konzernergebnis

In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres erlöste die Delticom-Gruppe einen Umsatz von 249 Millionen Euro – dies bedeutet einen Anstieg um 4,7 Prozent nach 238 Millionen Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

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Foto: GB

Jahresprognose nach oben korrigiert

Yokohama erzielt Rekordumsatz und Rekordgewinn

Der japanische Reifenhersteller Yokohama hat ein starkes erstes Quartal 2021 erlebt. Mit einem Umsatz von 149,6 Milliarden Yen (ca. 1,13 Milliarden Euro; +15,9 Prozent) sowie einem Betriebsgewinn in Höhe von 14,5 Milliarden Yen (ca. 109,4 Millionen Euro; +797 Prozent) hat die Gruppe neue Rekordwerte erreicht.