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Foto: SRI
Der Zugriff auf den Supercomputer mit seinen 158.976 Zentraleinheiten war bisher der wissenschaftlichen Forschung vorbehalten.

Reifenentwicklung

Sumitomo nutzt „Exascale"-Supercomputer Fugaku

Der Falken-Mutterkonzern Sumitomo Rubber Industries, Ltd. (SRI) hat eigenen Angaben zufolge als einer der ersten Nutzer aus dem industriellen Sektor Zugriff auf den „Exascale"-Supercomputer Fugaku, der seit Mai 2020 in Japan in Betrieb ist.

SRI will mit Hilfe des Hochleistungsrechners die Fähigkeiten zur Materialsimulation auf Nano-Ebene ausbauen, um damit molekulare Strukturen zu entwickeln, die für zukünftige Reifen vernetzter Fahrzeuge benötigt werden. Die Reifen-Ingenieure des Unternehmens nutzten den Vorgänger des neu installierten Rechners bereits für die Einführung des 4D-Nano-Design-Prozesses. Dieser hat laut den Verantwortlichen zu einem Qualitäts- und Leistungssprung bei den Reifen geführt, was sich in einer immer länger werdenden Liste von Auszeichnungen und OE-Freigaben niederschlägt.

Eine wichtige Anwendung von Fugaku soll die Weiterentwicklung der „Performance Sustaining Technology“ (PST) sein. Ziel ist der Reduzierung der Alterung der Reifen. Es werden Materialmischungen erforscht, mit der die Reifen länger konstant hohe Leistungen wie im Neuzustand aufbringen sollen. Die Reifenentwickler wollen ein genaueres Verständnis der chemischen Veränderungen, die im vulkanisierten Kautschuk auf molekularer Ebene während des Reifengebrauchs auftreten, erlangen. „In naher Zukunft wird sich die Funktion der Reifen erweitern. Dank einem Plus an Autonomie und Konnektivität werden auch die Reifen intelligenter sein“, sagt Dr. Löwenhaupt, Geschäftsführer von Sumitomo Rubber Europe. "Sie werden über eine längere Lebensdauer hinweg konstante Leistung bringen müssen. Fugaku bietet uns ein entscheidendes Werkzeug, diese Anforderungen zu erfüllen und weiterhin führend in der fortschrittlichen Material-Technologie zu sein." (kle)

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