Mit dem Projekt BioImpulse zielt Michelin auf die Herstellung eines neuen Klebeharzes.

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Michelin forscht an Biotechnologien

Mit dem Projekt BioImpulse zielt Michelin auf die Herstellung eines neuen Klebeharzes, das auf die sogenannten Substances of Very High Concern (SVHC = besonders besorgniserregende Stoffe) verzichtet. Die Entwicklung eines relevanten biobasierten Moleküls soll BioImpulse neue Wege für den Einsatz von Biotechnologien im Bereich der Werkstoffe eröffnen.

Mit dem Projekt BioImpulse zielt Michelin auf die Herstellung eines neuen Klebeharzes, das auf die sogenannten Substances of Very High Concern (SVHC = besonders besorgniserregende Stoffe) verzichtet. Die Entwicklung eines relevanten biobasierten Moleküls soll BioImpulse neue Wege für den Einsatz von Biotechnologien im Bereich der Werkstoffe eröffnen.

Für die Umsetzung steht in den kommenden sechs Jahren laut Michelin-Angaben ein Gesamtbudget von 28,1 Millionen Euro zur Verfügung. BioImpulse ist ein Gemeinschaftsprojekt von öffentlichen Trägern und Akteuren aus der Privatwirtschaft und wird von der Michelin Geschäftseinheit ResiCare koordiniert. Das Projekt wurde Anfang Oktober 2019 erstmalig in Brüssel beim Europäischen Forum für Industrielle Biotechnologie und Bioökonomie (EFIB – European Forum for Industrial Biotechnology and the Bioeconomy) vorgestellt.

Klebeharze werden für hochfeste Klebeverbindungen unter anderem im Boots- und Flugzeugbau sowie im Maschinen- und Fahrzeugbau verwendet. Herkömmliche industrielle Klebeharze enthalten üblicherweise Bestandteile, die als besonders besorgniserregende Stoffe (SVHC) eingestuft werden. Der weltweite Absatzmarkt für gesundheitsschonendere Ersatzstoffe bietet daher vor allem in der Automobil- und Baubranche enormes Potenzial.

(kle)

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Bridgestone erweitert Kapazität für Flugzeugreifen

Bisher wurden in Japan ausschließlich im Werk Kurume Reifen für den Luftfahrtbereich hergestellt. Mit der Eröffnung der neuen Fabrik in Tokio im zweiten Halbjahr 2008 soll die Produktionskapazität bis 2010 um das Zweieinhalbfache erhöht werden. Das Investitionsvolumen für dieses Projekt beträgt etwa 2,5 Milliarden Yen.

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Reifenhersteller Nokian Tyres produziert mit gereinigten Ölen

Der finnische Reifenhersteller Nokian Tyres geht zu einem umweltschonenderen Produktionsverfahren über und verzichtet auf den Einsatz hocharomatischer Öle (HA). In seiner Produktion verwendet der skandinavische Marktführer seit Ende 2004 nur gereinigte Öle, welche die als schädlich eingestuften HA-Öle ersetzen. Die von Nokian Tyres verarbeiteten umweltschonenderen Öle enthalten weniger PAH-Verbindungen (polyaromatische Kohlenwasserstoffverbindungen) als die zukünftige EU-Richtlinie vorschreibt, die 2009 oder spätestens 2010 in Kraft treten soll.

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Auszeichnung für Projekt "Rubin"

Im Projekt „RUBIN – Industrialisierung von Kautschuk aus Löwenzahn“, arbeiten das Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und angewandte Ökologie (IME), Außenstelle Münster, das Institut für Biologie und Biotechnologie der Pflanzen (IBBP) der WWU Münster und die Division Reifen von Continental in Hannover zusammen. Die leitenden Wissenschaftler des Projekts wurden nun mit dem renommierten Joseph-von-Fraunhofer-Preis ausgezeichnet – für ihre Forschung am Russischen Löwenzahn und die Entwicklung von Autoreifen-Prototypen auf Basis von Löwenzahn-Kautschuk.

Foto: Elena Volkova - Fotolia

Branchenbericht

Fünf Jahre bis zur Serienreife des Löwenzahnreifens

Continental hat gemeinsam mit dem Münsteraner Professor Dr. Dirk Prüfer den Transferpreis der Universität Münster für das Forschungsprojekt Taraxagum erhalten. Aus der Wurzel des Russischen Löwenzahns soll natürlicher Kautschuk für zahlreiche Gummianwendungen gewonnen werden. Continental schätzt die Entwicklungszeit bis zur Serienreife des Löwenzahnreifens auf noch mindestens fünf Jahre.