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Foto: GTÜ
Gute Reifen müssen nicht teuer sein – sagt die GTÜ. Achtung sagen wir: Die Gewichtung der Kriterien ist bei der Reifenwahl entscheidend.

Industrie

GTÜ sieht keine „schlechten“ Profile im Sommerreifentest 2021

Die GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung legt gemeinsam mit dem ACE Auto Club Europa und dem österreichischen Partner ARBÖ die Ergebnisse eines weiteren Sommerreifentests vor. Verglichen wurden insgesamt neun Sommerreifen des Formats 225/45 R17.

Gefahren wurden die Prüfungen auf einem VW Golf der achten Generation. Testsieger und zugleich der zweitgünstigste Reifen des Vergleichs ist der „sehr empfehlenswerte“ Nexen N’fera Sport SU2. Es folgen der Nokian Wetproof, der Maxxis Premitra 5, der Falken Azenis FK510 und der Michelin Primacy 4. Die genannten Profile werden allesamt als „sehr empfehlenswert“ beurteilt. Der Continental Premium Contact 6, der Laufenn S Fit EQ+, der BF Goodrich Advantage und der Goodyear EfficientGrip Performance 2 werden mit dem Prädikat „empfehlenswert“ ausgezeichnet.

„Auf trockener Fahrbahn erzielten alle Reifen im Test sehr gute Ergebnisse. Beim Bremsentest aus 100 km/h gewann der Continental Premium Contact 6 mit einem Bremsweg von 34,5 Metern. Selbst die Reifen mit den längsten Bremswegen im Test, Goodyear und Maxxis, kommen nach 36,1 Metern zum Stillstand. Trotz der sehr guten Werte bedeutet das aber auch, dass der Golf mit den Continental-Reifen bereits zum Stillstand gekommen ist, während er mit den Wettbewerbern von Goodyear oder Maxxis noch etwas mehr als 20 km/h auf dem Tacho hat“, so die GTÜ.

Der Fahr- und Bremstest auf Nässe zeigen laut den Prüfern größere Unterschiede: „Beim Bremstest auf nasser Fahrbahn kommt der Michelin-Reifen nach 48 Metern zum Stopp, erst nach 56,9 Metern kommt das Testfahrzeug mit dem Maxxis-Pneu zum Stillstand – das sind deutliche 8,6 Meter mehr. Die restlichen Modelle verzeichneten einen mittleren Bremsweg zwischen 52,1 und 53,9 Metern. Bei den Aquaplaning-Eigenschaften, gemessen bei einer Wasserhöhe von neun Millimetern, war der Testwagen mit den Reifen von Maxxis am längsten lenk- und beherrschbar.“

In der „Umweltwertung“ überzeugen der Goodyear EfficientGrip Performance 2 und der Michelin Primacy 4. Insgesamt mache kein Pneu durch besonders negative Eigenschaften auf sich aufmerksam. Allerdings zeigen nach Ansicht der Prüfer beim Vorbeifahrgeräusch alle Reifen durchweg deutlichen Nachbesserungsbedarf. Das Testfeld liegt über die gesamte Preisspanne hinweg offenbar sehr eng beieinander. Schaut man sich die Ergebnisse anderer relevanter Sommerreifentests an, irritiert diese Bilanz durchaus. Die Gewichtung der Kriterien wird sehr unterschiedlich angelegt. Lesen Sie sämtliche Testergebnisse der aktuellen Saison hier. (kle)

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Foto: GTÜ Alle Reifen schneiden mindestens mit der Note „empfehlenswert“ ab.
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Foto: SaitowAG/AutoZeitung

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Foto: Bridgestone

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Foto: Continental

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Foto: European Athletics Indoor Championships

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