Die GDHS konnte 14 Betriebe der insolventen Fintyre-Gruppe erhalten. Bildquelle: GB.

Branchenbericht

GDHS rettet 14 Fintyre-Betriebe

Die Fintyre-Insolvenz zu Beginn des Jahres hatte für die zum Verbund gehörenden Betriebe unterschiedliche Folgen. Während sich für einige Unternehmen der Fintyre-Gruppe schnell Interessenten fanden, standen einzelne Betriebe vor dem kompletten Aus. Für insgesamt 14 Betriebe können die Goodyear Dunlop Handelssysteme (GDHS) nun Positives berichten: Die Betriebe bleiben an etablierten Standorten erhalten beziehungsweise können wiedereröffnen.

Die Fintyre-Insolvenz zu Beginn des Jahres hatte für die zum Verbund gehörenden Betriebe unterschiedliche Folgen. Während sich für einige Unternehmen der Fintyre-Gruppe schnell Interessenten fanden, standen einzelne Betriebe vor dem kompletten Aus. Für insgesamt 14 Betriebe können die Goodyear Dunlop Handelssysteme (GDHS) nun Positives berichten: Die Betriebe bleiben an etablierten Standorten erhalten beziehungsweise können wiedereröffnen.

Den größten Beitrag für die Rettung der einzelnen Standorte haben nach GDHS-Angaben dabei vielfach die selbstständigen Unternehmer bestehender Premio-, HMI- und Quick-Betriebe sowie die Mitarbeiter vor Ort geleistet. Wie die GDHS mitteilt, haben sich so etwa Jörg Leskien und Hans Behle dafür eingesetzt, Mitarbeiter an den Standorten zu übernehmen und diese Betriebe als Premio-Filialen ihres Unternehmens zu erhalten. Final bedeutete dies die Rettung für die Standorte Neumünster, Hamburg-Wilhelmsburg, Hamburg-Bergedorf, Hanau, Rinteln, Moers und Bielefeld.

„Die Entscheidung, gleich drei neue Betriebe zu übernehmen, hatte vor allem strategische Gründe. Unsere Stärken liegen unter anderem im Lkw-Service, und mit den neuen Standorten haben wir Werkstätten vorgefunden, die bestens für entsprechende Leistungen ausgestattet sind“, erläutert Geschäftsführer Jörg Leskien. Die Mitarbeiter seien froh, weiterhin in ihrem Premio-Betrieb arbeiten zu können.

Häufig seien auch Menschen aus dem direkten Umfeld der ehemaligen Fintyre-Standorte – Mitarbeiter, Meister oder Vermieter – aktiv geworden, um ihre Standorte zu retten. Diese hätten sich an die GDHS gewandt, ihre Vorstellungen präsentiert, die Kennzahlen analysiert und mithilfe der Experten jetzt Anfang September eine Übernahme möglich gemacht. Der Betrieb in Henstedt-Ulzburg konnte so von der Vermieterin übernommen werden und ist damit weiterhin Teil der Handelsmarketing Initiative (HMI). Des Weiteren sicherte Michael Kieper den HMI-Standort der ehemaligen TyreExpert-Filiale in Kiel für die GDHS. Zudem stünden zwei weitere Unternehmer in finalen Gesprächen mit der HMI-Zentrale, um ebenfalls ehemalige TyreExpert-Betriebe zu übernehmen, teilt die GDHS mit.

In Münster und Hünfeld trauten sich in Patrick Kemper und Stephan Shafiq ehemalige Premio-Mitarbeiter in die Selbstständigkeit. Damit können die Jungunternehmer nicht nur ihren Kollegen das gewohnte Arbeitsumfeld und zugleich Kunden den gewohnten Service bieten. „Wir sind happy, dass es endlich wieder losgeht. Fast ein halbes Jahr mussten die Hünfelder auf die gewohnte Premio-Qualität verzichten, da die unverschuldete Insolvenz des Betriebes den Zwangsstillstand unumgänglich machte. Wir sind unseren 300 Kunden sehr dankbar, dass sie uns in der schwierigen Zeit ihr Vertrauen geschenkt haben“, freut sich Shafiq.

Einen weiteren Neuzugang kann die GDHS in Berlin vermelden. Dort übernahm Daniel Crone den ehemaligen Premio-Betrieb und machte ihn in diesem Sommer zu seinem zweiten Quick-Reifendiscount.

(dw)

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