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Foto: Michelin
Die Kautschukverarbeiter sind hochgradig von der engen Versorgungslage bei Industrierohstoffen betroffen.

Markt

Enge Versorgungslage bei Industrierohstoffen

Die deutschen Kautschukverarbeiter sehen sich laut dem Wirtschaftsverband der deutschen Kautschuk­industrie e.V. (wdk) zunehmend im Griff turbulenter Rohstoffmärkte. Die Versorgungslage bei wichtigen Industrierohstoffen sei zum Reißen angespannt, einzelne Produktionsausfälle schon eingetreten und eine Besserung nicht in Sicht.

„Die Materialpreise eilen von einem Hoch zum nächsten“, sagt Michael Berthel, Chefvolkswirt beim Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie. Die angespannte Lieferkette, gepaart mit rasanten Preisentwicklungen, gerade auch bei Kautschukrohstoffen, sei die operative Herausforderung der Stunde für die Branchenunternehmen.

Die Verwerfungen auf den internationalen Rohstoffmärkten zeigten sich mit einer Wucht und Breite, die selbst langjährige Branchenexperten in der Form noch nie beobachtet hätten, so Berthel. „Ich kann mich in meiner mehr als 20 Jahre währenden Branchenzugehörigkeit an keine vergleichbare Situation erinnern. Die Parallelität von Engpässen, Zuteilungen, Vervielfachungen von Fällen höherer Gewalt, logistischen Schwierigkeiten und mehrfachen, kurzfristigen und kräftigen Preisaufschlägen für nahezu alle Rohstoffe dürfte historisch einmalig sein. Wir kommen mit der Entwicklung kaum noch mit und müssten unsere statistischen Auswertungen zur Preisentwicklung wichtiger Rohstoffe für die Kautschukverarbeitung im Prinzip täglich anpassen“. Solche massiven Einflüsse könnten nach wdk-Ansicht nicht von den Zulieferern getragen werden, da sie in keiner Kalkulation absehbar waren.

Aussichten auf eine baldige Abmilderung sieht der Branchenverband nicht. Sowohl im Logistiksektor als auch bei der Rohstoffversorgung bleibe die Lage angespannt. Laut dem wdk-Rohstoffexperten rechnen Logistikdienstleister in aktuellen Veröffentlichungen weiter mit knapper Schiffskapazität, mit massiven Staus in Häfen und Terminals und mit Engpässen bei der Beförderung per Lkw, Bahn oder Binnenschifffahrt. Außerdem verweist Berthel auf die den Kautschukrohstoffen in der Prozesskette vorgelagerten petrochemischen Vorprodukte, die im bisherigen Jahresverlauf extreme Preisaufschläge von bis zu 130 Prozent aufwiesen. Er warnt davor, dass die wirtschaftliche Erholung der Branche angesichts einer verbesserten Auftragslage durch die hohen Rohstoffpreise abgeschwächt werden könnte. (kle)

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Foto: Kay Lehmkuhl

Industrie

Kautschukindustrie: Versorgungslage bleibt angespannt

Nach Angaben des Wirtschaftsverbandes der deutschen Kautschukindustrie e.V. (wdk) konnten deutsche Akteure im 1. Halbjahr 2021 den seit Mitte vergangenen Jahres eingeleiteten Erholungsprozess fortsetzen. Das hohe Preisniveau aufgrund von Rohstoffen und Logistikdienstleistungen drücke allerdings auf die Nachfrage, die Versorgungssituation bleibe angespannt.

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Foto: Alterfalter - Fotolia

Industrie

wdk warnt vor Liquiditätsengpässen bei Zulieferern

Die große Insolvenzwelle war unter den Automobilzulieferern bislang nicht zu erkennen. Nun aber warnt der Wirtschaftsverband der deutschen Kautschuk­industrie e.V. (wdk) vor zunehmend existenzbedrohenden Liquiditätsengpässen bei kleinen und mittelständischen Akteuren.

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Foto: Christian Delbert - Fotolia

Markt

Kautschukindustrie verzeichnet Umsatzrückgang von 14,5 Prozent

Die Pandemie beeinträchtigt massiv das Wirtschaftsgeschehen – auch in der deutschen Kautschukindustrie. Laut dem Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie e.V. wurde die Branche insbesondere wegen ihrer starken Kopplung an die Automobilindustrie stark in Mitleidenschaft gezogen.

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Foto: Christian Delbert/ Fotolia

Industrie

wdk fordert Einbeziehung der Wirtschaft

Der Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie (wdk) fordert von den Parteien, die in den kommenden vier Jahren die Bundesregierung bilden werden, mit der Wirtschaft in den Dialog zu treten.