Continental entwickelt für automatisierte Lkw und schafft damit die Grundlagen für eine Serienreife des sicheren digitalen Windschattenfahrens bis zum Jahr 2020.

Reifenindustrie

Conti sieht Potenzial zur Kraftstoff-Reduzierung durch Platooning

Continental entwickelt Komponenten und Systeme für die Serieneinführung der elektronischen Deichsel, auch „Platooning“ genannt. „Mit Platooning verbraucht der elektronisch mit dem Führungsfahrzeug gekoppelte Lkw dank des sicheren Windschattenfahrens bis zu 15 Prozent weniger Kraftstoff. Selbst das Führungsfahrzeug fährt durch die geringeren Luftverwirbelungen bis zu drei Prozent effizienter“, erläutert Dr. Michael Ruf, Leiter des Geschäftsbereichs Commercial Vehicles und Aftermarket, den Hauptvorteil der Serieneinführung der elektronischen Deichsel.

Continental entwickelt Komponenten und Systeme für die Serieneinführung der elektronischen Deichsel, auch „Platooning“ genannt. „Mit Platooning verbraucht der elektronisch mit dem Führungsfahrzeug gekoppelte Lkw dank des sicheren Windschattenfahrens bis zu 15 Prozent weniger Kraftstoff. Selbst das Führungsfahrzeug fährt durch die geringeren Luftverwirbelungen bis zu drei Prozent effizienter“, erläutert Dr. Michael Ruf, Leiter des Geschäftsbereichs Commercial Vehicles und Aftermarket, den Hauptvorteil der Serieneinführung der elektronischen Deichsel.

Der Zulieferer setzt auf eine interoperable Internetplattform, über die Trucks unterschiedlicher Hersteller und Flottenbetreiber einen elektronischen Konvoi auf der Autobahn bilden können. Per Funk werden Brems- und Sensordaten des Führungsfahrzeugs an die folgenden Fahrzeuge gesendet. Dank elektronischer Deichsel sieht Continental die Möglichkeit, den Abstand zwischen den Fahrzeugen im ersten Schritt von 50 Metern auf nur noch 15 Metern bei 80 Stundenkilometern zu reduzieren. Die Experten in der Entwicklung gehen sogar davon aus, dass langfristig ein Abstand von sogar nur zehn Metern technisch sicher realisierbar ist. Das wird nochmals den Platzbedarf der Lkw reduzieren. Die Fahrer des Konvois werden dabei von automatisierten Fahrsystemen unterstützt. Continental plant im ersten Schritt die Technik für hochautomatisierte Konvois mit einem Führungs-Truck und einem oder zwei an der elektronischen Deichsel hängenden Folge-Lkw.

Sollten nur 50 Prozent der jährlichen Fahrleistung von 150.000 Kilometern eines Lkw im Konvoi gefahren werden, könnte laut den Conti-Verantwortlichen jeder angekoppelte Lkw knapp 4.000 Liter Diesel pro Jahr einsparen. Insgesamt würde ein solcher Konvoi allein die Kraftstoffkosten pro Jahr um über 9.000 EUR senken. Der Flottenbetreiber reduziere seinen CO2-Ausstoß so pro Stunde und Konvoi mit drei Lkw um 24 Kilogramm. Bereits im April 2016 bewiesen sechs Lkw-Hersteller bei der European Truck Platooning Challenge die technische Funktionsfähigkeit des Platoonings. Noch arbeiten weltweit Regierungen an den gesetzlichen Regelungen des automatisierten Fahrens. „Wichtig ist ein gesetzlicher Rahmen, der die Reduzierung der Mindestabstände innerhalb eines Platoons ermöglicht, wenn die technischen Möglichkeiten in den Lkw gegeben sind“, zeigt Ruf den Regelungsbedarf der Politik auf. „Die Chance auf eine derart große Kraftstoff- und damit CO2-Einsparung darf nicht ungenutzt bleiben. Wir machen jetzt unsere Hausaufgaben bei der Entwicklung serienreifer Systeme und setzen auf rasche Klärung der Rahmenbedingungen. Der rechtliche Rahmen wird die letzte Hürde vor der Einführung des Platoonings sein.“

Continental stellt Basistechnologien für das Platooning auf der diesjährigen IAA Nutzfahrzeuge auf dem Stand A06 in Halle 17 aus.

Lesen Sie Details im Lkw-Spezial das der Oktober-Ausgabe beiliegt.

(kle)

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Continental testet vernetztes Fahren

Continental stellte erstmalig Ergebnisse von Fahrtests mit dem vernetzten, dynamischen elektronischen Horizont (eHorizon) vor. Mit seinem „dynamischen eHorizon“ bietet das Unternehmen eine Lösung, die den nötigen Informationsbedarf von Fahrzeugen der Zukunft erfüllen soll.

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Einsparpotenzial von Reifen der Labelklasse A

Ein umweltbewusster Autofahrer kann den ökologischen Einfluss seines Fahrzeugs mit Hilfe von ein paar einfachen Regeln reduzieren. Reifen der Klasse A im Labelingkriterium Kraftstoffeffizienz haben den niedrigsten Rollwiderstand und brauchen daher am wenigsten Energie. "Der Rollwiderstand erschließt sich aus der verbrauchten Energie während der Verformung des Reifens bei Bodenkontakt. Reifen mit einem geringeren Rollwiderstand sparen mehr Energie, also auch Kraftstoff, und schonen so die Umwelt. Der Rollwiderstand verusacht bis zu 20 Prozent des Kraftstoffverbrauchs eines Fahrzeugs”, erklärt Matti Morri, Technical Customer Service Manager bei Nokian Tyres.

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Reifenindustrie

Über 1.000 Aussteller zeigen „Truck Competence“ auf Automechanika

Auf der Automechanika vom 13. bis 17. September 2016 in Frankfurt werden mehr als 1.000 Aussteller mit „Truck Competence“ Lösungen rund ums Nutzfahrzeug von morgen vorstellen. Gewichtseinsparung, CO2-Reduzierung, Elektronik und Vernetzung sind die aktuellen Megatrends in der Nutzfahrzeugbranche. Viele Komponenten, Assistenten und Systeme, auf denen die Trucks der Zukunft basieren, sind bereits heute entwickelt, erprobt und erhältlich.