TTC: Reifenhandel braucht mehr Mut

Freitag, 6 Dezember, 2019 - 11:30
Die Verantwortlichen der THE TIRE COLOGNE wollen eine Plattform für Themen und Inhalten schaffen, die der zukünftigen Entwicklung der Branche zu Gute kommen.

Die Macher von THE TIRE COLOGNE sehen die Branchenmesse nicht nur als Business-Hub, der relevante Player aus Industrie und Handel an einem Ort zusammenführt, sondern auch als Plattform für Themen und Inhalte, die der zukünftigen Entwicklung der Branche zu Gute kommen. Nun präsentieren die Verantwortlichen eine Studie, die die Herausforderungen in den verschiedenen Märkten beleuchtet.

„Wir sehen uns als Teil der Branche und wollen die Lösungen für die stetigen Marktveränderungen aufzeigen, mit dem Ziel, nachhaltige Impulse für die Branchenentwicklung zu setzen. Das ist die Messlatte, der wir uns stellen. In diesem Jahr haben wir eine Studie in fünf europäischen Kernmärkten initiiert, deren Ergebnisse allen Marktteilnehmern ein besseres Verständnis über Funktion der jeweiligen Märkte und die dortigen Herausforderungen geben. Aufbauend auf den Ergebnissen der Studie kann nun jeder Händler in unserem nachgelagerten 'FitforFuture-Test' überprüfen, wo er selbst steht und an welchen Stellschrauben er arbeiten kann“, sagt Christoph Werner, Geschäftsbereichsleiter Messemanagement und Mitglied der Geschäftsleitung der Koelnmesse. THE TIRE COLOGNE findet vom 9. bis 12. Juni 2020 statt und richtet sich an Reifenhersteller, Reifenfachhandel, Kfz-Servicedienstleister, Werkstattausrüster, Recycling, Runderneuerer und alle dem Reifen- und Kfz-Segment verbundenen Unternehmen. Die internationale Branchenfachmesse wird von der Koelnmesse sowie dem Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV) als ideeller Träger organisiert.

Die Messemacher aus Köln haben gemeinsam mit dem Institut für Handelsforschung Köln (IFH Köln) eine Befragung des Reifenhandels in fünf Kernmärkten durchgeführt - in Deutschland, Großbritannien, Italien, Frankreich und Polen. Befragt wurden Geschäftsführer, Inhaber und Meister von Unternehmen im Reifenfachhandel in den fünf Ländern sowie zusätzlich Sekundärrecherchen und Interviews durchgeführt. Im Fokus der Befragung standen die Cluster Digitalisierung und Digitale Tools, automobile Megatrends sowie Personalrekrutierung und Fortbildung der Mitarbeiter.

Der europäische Reifenhandel befindet sich unbestreitbar im Umbruch. Kunden haben deutlich höhere Erwartungen an den Service als in der Vergangenheit und erwarten eine Kommunikation auf allen Kanälen mit abgestimmten Verkaufs- und Serviceangeboten, so eine zentrale Erkenntnis der Studie. Zudem stelle die Digitalisierung einen Sektor nach dem anderen in Frage – der Reifenhandel muss das Tempo der allgemeinen digitalen Transformation mitgehen. Die IFH-Experten sagen, dass die damit verbundenen Herausforderungen überwiegend erkannt und tendenziell in Bezug auf die Chancen bewertet würden, dennoch fehle es teilweise an der Umsetzung. Der Reifenhandel wagt nicht genug, so die Einschätzung.

Details zu den Ergebnissen lesen Sie in der Januar-Ausgabe.

Quelle: 

kle

Rubrik: 

Themen, die Sie interessieren könnten

  • Die Zahl der Pkw-Neuzulassungen stieg im Oktober um 12,7 Prozent auf rund 284.600 Einheiten.

    Laut dem Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) zeigt der Automarkt aktuell etwas Licht und mehr Schatten. Der Branchenverband führt Zahlen des Kraftfahrtbundesamt (KBA) an. Es wurden mehr Neuwagen, aber weniger Gebrauchtfahrzeuge verkauft.

  • Agneta Ronceret verantwortet bei ATEQ TPMS Tools als Sales Managerin die OEM-, Lkw- und Industrie-Märkte in der EMEA-Region. Bildquelle: ATEQ.

    ATEQ TPMS Tools hat den Verantwortungsbereich von Agneta Ronceret erweitert. Ronceret, seit 2015 TPMS-Managerin EMEA und Australien/Neuseeland, ist nun als Sales Managerin auch für die OEM-, Lkw- und Industrie-Märkte in den genannten Regionen zuständig. Die gebürtige Schwedin arbeitet seit mehr als 25 Jahren in Frankreich und hatte in dieser Zeit verschiedene Führungspositionen in den Bereichen Vertrieb, Marketing und Produkt-Management inne.

  • Die Prüfung der Reifen ist Teil der Hauptuntersuchung an Kraftfahrzeugen. Bildquelle: obs/KÜS-Bundesgeschäftsstelle.

    Das Statistische Bundesamt hat jüngst Informationen zum Straßenunfallgeschehen in Deutschland im Jahr 2018 veröffentlicht. Teil der Statistik sind auch Zahlen zu technischen Mängeln und Wartungsmängeln in den Bereichen Bereifung, Beleuchtung und Bremsen als Unfallursache. Daraus geht hervor, dass bei Unfällen mit Personenschäden mehr als 1000-mal die Bereifung als Ursache auszumachen war.

  • Die BRV-Spitze sieht ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2019 bestätigt.

    Stichhaltige Zahlen zum Gesamtgeschäftsjahr 2019 im Reifenersatzmarkt liegen dem Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. zwar erst in einigen Wochen vor, dennoch sieht sich der Verband angesichts erster Hochrechnungen in seiner Prognose von diesem Frühjahr bestätigt. Der BRV prognostizierte im Marktsegment Consumer-Reifen (Pkw, 4x4 und Llkw) ein Plus von 1,1 Prozent, im Stückabsatz in etwa das Niveau des Vorjahres. Der Branchenverband erkennt zudem weitere Verschiebungen zu Gunsten von Ganzjahresreifen.