Studie: research tools veröffentlicht fragwürdige Zahlen

Montag, 23 Januar, 2017 - 08:15
13 Prozent der Autofahrer kaufen Reifen laut research tools online.

Die „Studie Unternehmensprofile Reifenmarken 2016“ von research tools gewährt Einblicke in Kundenstruktur und -verhalten, Kaufabsicht sowie Freizeit- und Medienverhalten. Laut den Marktforschern variiert das Durchschnittsalter der Reifenkunden bei zwölf untersuchten Reifenmarken zwischen 30 und 47 Jahren. Etwa jeder achte Kunde kaufe seine Reifen im Internet. Ebenso viele suchen dafür die Werkstätten der Pkw-Marken auf. Den Reifenfachhandel betrachtet nach Angabe von research tools nur noch 19 Prozent als bevorzugte Anlaufstelle beim Reifenkauf.

Vergleicht man die Zahlen mit denen anderer Marktforscher oder den Betriebsvergleichszahlen des BRV, so darf man die Sorgfältigkeit der vorgelegten Untersuchung durchaus stark anzweifeln. Die ‚Studie Unternehmensprofile Reifenmarken 2016‘ will Kundenstrukturen und Kundenverhalten von zwölf Reifenmarken analysiert haben. In allen untersuchten Parametern offenbart sich laut research tools ein breites Spektrum. Die Reifenmarken Falken, Hankook und Kumho Tyre weisen im Vergleich offenbar einen deutlich erhöhten Anteil an männlichen Käufern auf. Continental und Michelin haben mit einem Durchschnittsalter von 46 beziehungsweise 47 Jahren die ältesten Kunden. Je nach Reifenmarke variiert das Durchschnittsalter zwischen 30 bis 47 Jahren. Die Spanne 25- bis 34-jähriger Reifenkunden reicht von 13 Prozent bis 28 Prozent.

Der Anteil der über das Internet bestellender Kunden schwanke je nach Reifenmarke beträchtlich. Der Durchschnittswert liege bei 13 Prozent, einzelne Marken erreichten Anteile von über 20 Prozent. Von den Kunden, die den Reifenkauf bei einem lokalen Händler tätigen, entfallen laut der Studie 13 Prozent auf die Werkstätten der Pkw-Marken und 19 Prozent auf die sechs größten Reifen-Filialisten. Die Marken Continental, Dunlop und Pirelli verzeichnen bei der Kaufabsicht die treuesten Kunden. Von den Kunden, die beim letzten Reifenkauf diese Marken gewählt hatten, beabsichtigen mehr als 40 Prozent, die Marke wieder zu wählen.

Quelle: 

kle

Rubrik: 

Themen, die Sie interessieren könnten

  • Die Stärken-Schwächen-Analyse und ein Marketing-Ranking führen sämtliche Ergebnisse zusammen und eine statistische Marketing-Positionierung soll die Ergebnisse visualisieren.

    Laut der "Marketing-Mix-Analyse Ganzjahresreifen PKW 2017“ von research tools zeigen Ganzjahresreifenmarken für Pkw in Online-Reifenshops und Vergleichsportalen eine beachtliche Präsenz. Ein Großteil der Hersteller setze in der Kommunikation aber nur punktuell Akzente.

  • Der “Automotive Tire Tools and Accessories” Katalog von AME ist erhältlich.

    AME International stellt seinen neuen Werkzeug- und Zubehör-Katalog „Automotive Tire Tools and Accessories“ auf der SEMA 2017 in Las Vegas vor. Der Katalog enthält unter anderem neue Produkte aus den Bereichen RDKS, Ladegeräte, Reifenservice et cetera.

  • Für mediale Kommunikation haben die werbungtreibenden Reifenanbieter innerhalb von zwölf Monaten insgesamt 56 Millionen Euro ausgegeben.

    Laut der „Werbemarktanalyse Reifen 2017“ von research tools gaben Reifenhändler und -hersteller innerhalb eines Jahres 56 Millionen Euro für Werbung ausgegeben. Im Fünf-Jahres-Trend gab die Reifenwerbung laut den Analysten insgesamt um 37 Prozent nach.

  • Das Schaubild zeigt, welche Faktoren Vertragswerkstätten beim Einkauf von Pkw-Teilen am wichtigsten sind. Quelle: wolk after sales experts.

    Wolk after sales experts hat einen neuen Report über den Konsolidierungsprozess im europäischen Automotive Aftermarket veröffentlicht, unter anderem mit dem Ergebnis: In 40 Prozent der Vertragswerkstätten und in 46 Prozent der freien Werkstätten haben sich die Umsatzzahlen von 2014 auf 2015 kaum verändert. Für jede zehnte befragte Werkstatt waren die Umsätze ruckläufig.