Reifenhersteller werben weniger

Freitag, 13 Dezember, 2019 - 13:15
Die Werbeausgaben für Reifen sind erneut rückläufig.

Seit einem Werbepeak im Jahr 2016 nehmen die Werbeausgaben für Reifen kontinuierlich ab. Dies will research tools im Rahmen einer Marktanalyse herausgefunden haben. 

Diverse namhafte Reifenhersteller reduzieren laut den Marktforschern ihren Werbedruck. Rund ein Drittel des gesamten Werbevolumens entfalle auf Reifenhändler. Aktuell liege das Volumen bei 35 Millionen Euro innerhalb eines Zwölf-Monats-Zeitraums und erreiche damit gerade die Hälfte der 2016er-Marke. Ursächlich für diese Entwicklung sind nach Angaben von research tools deutlich reduzierte Ausgaben einiger großer Herstellermarken.

Die Anzahl der Werbungtreibenden hat aber offenbar zugenommen. Sie liegt nun bei durchschnittlich 50 werbenden Marken pro Monat. In der Summe haben innerhalb von zwölf Monaten 169 Marken für Reifen verschiedener Produktgruppen geworben, darunter Reifen für Fahrrad, Motorrad, Nutzfahrzeuge und Pkw sowie Felgen und Zubehör, so die Marktforschungsberatungsgesellschaft.

Der Kommunikationsschwerpunkt liegt dabei auf der Produktkategorie Winterreifen. Mit rund 15 Millionen Euro entfällt darauf ein Anteil von 43 Prozent vom Branchenvolumen. Andere Teilmärkte wie Werbung für Sommerreifen oder Ganzjahresreifen sind stark rückläufig und erreichen sechs- oder siebenstellige Werbevolumina. Neben den Herstellern sind mit rund einem Drittel der gesamten Werbeausgaben auch die Reifenhändler eine sehr aktive Anbietergruppe. Top-Werber sind die Hersteller Hankook und Michelin.

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