Reifen verursachten 2018 mehr als 1000 Unfälle mit Personenschäden

Montag, 28 Oktober, 2019 - 16:00
Die Prüfung der Reifen ist Teil der Hauptuntersuchung an Kraftfahrzeugen. Bildquelle: obs/KÜS-Bundesgeschäftsstelle.

Das Statistische Bundesamt hat jüngst Informationen zum Straßenunfallgeschehen in Deutschland im Jahr 2018 veröffentlicht. Teil der Statistik sind auch Zahlen zu technischen Mängeln und Wartungsmängeln in den Bereichen Bereifung, Beleuchtung und Bremsen als Unfallursache. Daraus geht hervor, dass bei Unfällen mit Personenschäden mehr als 1000-mal die Bereifung als Ursache auszumachen war.

Bei 56,5 Millionen Fahrzeugen, die im Jahre 2018 auf deutschen Straßen unterwegs waren, gab es laut Statistischem Bundesamt 2,6 Millionen von der Polizei erfasste Unfälle. Insgesamt wurden bei den aufgenommenen Unfällen 3275 Menschen getötet und 67.967 schwer verletzt, was für beide Gruppen eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr bedeutet.

Laut den Angaben des Statistischen Bundesamtes ermittelte die Polizei bei 18 Unfällen mit Getöteten die Reifen als Unfallursache, während die Beleuchtung für sechs und die Bremse für vier Unfälle mit Getöteten ursächlich waren. Unfälle mit Personenschäden waren in 1058 Fällen auf die Bereifung zurückzuführen, in 658 Fällen auf die Bremsen und 565-mal auf die Beleuchtung. Bei schwerwiegenden Unfällen mit Sachschaden waren technische Mängel an der Bereifung 699-mal unfallursächlich und damit deutlich häufiger als Mängel an den Bremsen (81-mal) oder der Beleuchtung (36-mal).

Auch die Ergebnisse der rund drei Millionen Hauptuntersuchungen der KÜS im Jahre 2018, bestätigen die Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Beleuchtung, Bremsen und Räder/Reifen liegen in der Mängelbilanz deutlich vorne. 24,86 Prozent der von den Prüfingenieurinnen und Prüfingenieuren der KÜS erfassten Mängel wurden bei der Beleuchtung festgestellt, während 21,10 Prozent an der Bremsanlage entdeckt wurden. Auf die Gruppe Räder/Reifen entfallen 15,91 Prozent aller Mängel.

"Die Zahlen, sowohl die des Statistischen Bundesamtes als auch die der KÜS, zeigen deutlich, wo die Probleme bezüglich der Verkehrssicherheit liegen. Es sind hauptsächlich Mängel der Beleuchtungsanlage, der Bremsen und der Bereifung. Die hohe Zahl der bei der Hauptuntersuchung festgestellten und im Nachgang behobenen Mängel speziell in diesen Gruppen ist für mich ein klares Plädoyer für die unabhängige technische Überwachung von Kraftfahrzeugen in Deutschland", fasst Peter Schuler, Bundesgeschäftsführer der KÜS, zusammen.

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dw

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