AutoBild-Test: Sieg für Conti und Lob für Apollo-Vredestein

Donnerstag, 26 September, 2019 - 09:00
Contis WinterContact TS 860 fährt beim AutoBild-Test einen weiteren Sieg ein. Bildquelle: Gummibereifung.

In ihrem großen Winterreifentest hat die AutoBild mehr als 50 Profile der Dimension 225/45 R 17 getestet. Den Gesamtsieg sichert sich einmal mehr die Continental mit ihrem WinterContact TS 860. Bemerkenswert ist das Abschneiden des Apollo-Vredestein-Konzerns, der sich  über einen vierten (Apollo) respektive einen sechsten Platz (Vredestein) sowie über das zweifache Prädikat „vorbildlich“ freuen darf.

Von den zu Beginn 53 Profilen haben die AutoBild-Tester nach dem sicherheitsrelevanten Nassbremstest bereits 23 disqualifiziert. Weitere Pneus, darunter der Falken Eurowinter HS01, wurden nach dem Bremstest auf verschneiter Piste aussortiert, sodass es am Ende mit 20 Kandidaten ins Finale ging.

Der Testsieger WinterContact TS 860 von Continental weist laut den Testern „beste Fahreigenschaften bei jeder Witterung“ auf und kann zudem mit seiner „guten Wirtschaftlichkeit“ überzeugen. Platz zwei sichert sich der neue Winterreifen aus dem Hause Goodyear, der UltraGrip Performance +. Ihm attestieren die AutoBild-Tester „vorbildliche Fahreigenschaften, präzises Einlenkverhalten“ sowie eine „hohe Laufleistung“. Komplettiert wird das Podium vom Michelin Alpin 6, der die Tester offenbar mit „Spitzenleistungen auf Schnee und Nässe“ und als „Eco-Meister“ zu überzeugen weiß. Er erweise sich als „Kilometerfresser“ und biete die mit Abstand höchste Laufleistung  Das Premium-Produkt aus dem Hause Michelin landet damit vor den ebenfalls getesteten Schwester-Pneus von BF Goodrich und Kleber, was nicht zuletzt daran liegen dürfte, dass das Springer-Medium im Gegensatz zum ADAC die aktuelle Generation des Alpin für die Tests herangezogen hat.

Platz vier, ebenfalls mit dem Titel „Eco-Meister“ geht an die Positiv-Überraschung Apollo Aspire XP Winter. Neben seinem Preis-Leistungs-Verhältnis zählen das „ausgewogene Leistungspotenzial“ und seine „guten Aquaplaningreserven“ zu den Stärken des Reifens. Fünfter ist dann der Vorrundensieger Blizzak LM005 von Bridgestone. Laut Testurteil bietet er „gute Fahreigenschaften auf nasser und trockener Piste“; aufgrund „mäßiger Seitenführung auf Schnee“ erhält er minimale Abzüge. Auch beim auf Platz sechs liegenden Vredestein Wintrac Pro wird eine „mäßige Seitenführung auf Schnee“ bemängelt. Dank „überzeugender Fahreigenschaften auf nasser und trockener Piste“ erhält er aber ebenso wie die fünf vor ihm platzierten Reifen das Prädikat „vorbildlich“.

Insgesamt acht mit „gut“ bewertete Reifen bilden das breite Test-Mittelfeld. Die Plätze im vorderen Mittelfeld sichern sich dabei der BF Goodrich g-Force Winter 2 („vorzügliche Winter- und Nässeeigenschaften“), der Semperit Speed Grip 3 („überzeugendes Allroundtalent“) und der Hankook Winter i*cept RS2 („Winterkönig mit besten Fahrleistungen auf Schnee“). Platz zehn geht an den Uniroyal MS Plus 77, der als „Winterprofil mit stabilen Fahreigenschaften“ mit „leicht verlängerten Trockenbremswegen“ hadert. Auch Nexens Winguard Sport 2 („ausgewogener Winterreifen“) auf dem elften Platz kreiden die Tester „verlängerte Trockenbremswege“ an. Den zwölften Rang teilen sich der Fulda Kristall Control HP2 („guter Fahrkomfort“, „mäßige Seitenführung bei Nässe“) und der Nokian WR Snowproof („Winterprofil mit sportlich-dynamischen Eigenschaften“, „mäßige Aquaplaningsicherheit“), ehe als letzter noch mit „gut“ bewerteter Reifen der Yokohama BluEarth-Winter (V905) folgt. Bei ihm steht einer „hohen Zugkraft auf Schnee“ eine „Aquaplaningschwäche“ gegenüber.

Weitere vier Pneus erhalten das Urteil „befriedigend“ und belegen die Plätze 15 bis 18 im Test. Der Kleber Krisalp HP 3 („sehr gut im Schnee“, mäßige Laufleistung“) landet dabei vor dem Dunlop Winter Sport 5 („Schneespezialist“, „untersteuerndes Nass- und Trockenhandling“) und dem Sava Eskimo HP2 („dynamisches Handling“, „eingeschränkte Laufleistung“). Mit ihrem Winter Sottozero 3 folgen dann als 18. die Italiener von Pirelli, bei denen ein „kraftstoffsparender Rollwiderstand“, aber auch „mäßiger Komfort“ und eine „eingeschränkte Laufleistung“ im Zeugnis stehen. Mit dem Frigo HP 2 landet Debica auf dem vorletzten Finalplatz. Seinen „guten Fahrkomfort“ und seine „gute Wirtschaftlichkeit“ darf der Pneu offenbar zu seinen Stärken zählen, während seine „eingeschränkte Seitenführung und untersteuerndes Fahrverhalten auf nasser und trockener Piste“ von Henning Klipp und Dierk Möller bemängelt werden. Als Finalschlusslicht erweist sich der Kumho Winter Craft WP 71, der für seine „durchschnittliche Laufleistung“ und seinen „erhöhten Rollwiderstand“ Abzüge erhält. Punkten kann der Kumho-Reifen offenbar mit „kurzen Schnee- und Nassbremswegen“, dennoch erhält er wie das Debica-Profil nur das Prädikat „bedingt empfehlenswert“.

Insgesamt zeigt sich im Verlauf des Tests doch recht deutlich, dass teure Premiumreifen die größten Sicherheitsreserven aufweisen. Nichtsdestotrotz können auch preisgünstigere Reifen wie der Apollo Aspire XP mit ihren Leistungen überzeugen. Von billigen No-Names aus dem Internet raten die AutoBild-Tester aber ganz klar ab – hier werde vor allem an der Sicherheit gespart.

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dw

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