Angebotsbefristungen dürfen nicht ohne Grund verlängert werden

Donnerstag, 20 April, 2017 - 12:00

Entsprechend einer Entscheidung des Landesgerichts Koblenz (Az.: 1HK O 26/16 v. 23.12.2016) ist es als irreführend anzusehen, wenn eine Rabattaktion eines Anbieters ohne besondere Gründe nach der Befristung fortgesetzt wird. Darauf weist der VDAT seine Mitglieder hin und mahnt, dass bei Verstoß Verfahren und Bußgeld drohen.

Im vorliegenden Fall war das Gericht der Sichtweise des Klägers gefolgt und hatte den Sachverhalt der Irreführung bejaht. „Wenn eine befristete Rabattaktion beworben wird, darf der Verkehr davon ausgehen, dass sich das Unternehmen auch an die Befristung halte“, lautete die Begründung. Eine Befristung setze den Verkehr unter Druck eine Entscheidung zu treffen, sodass die Befristung eine wettbewerbsrechtliche Relevanz habe. Der VDAT weist in diesem Zusammenhang ausdrücklich darauf hin, den oben genannten Sachverhalt bei laufenden Rabattaktionen zu beachten, um Konflikte mit zum Beispiel Abmahnvereinen zu vermeiden und unnötige Kosten zu sparen.

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akl

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