Reifenwerk Heidenau im Porträt

Dienstag, 19 Januar, 2016 - 16:30
Vertriebsleiter Pierre Schäffer führte die Redaktion durch die Produktion im Reifenwerk Heidenau.

Heidenau behauptet sich als Traditionsmarke und mittelständisches Unternehmen im hart umkämpften Zweiradsegment. Ein eigentlich aussichtloses Unterfangen, möchte man meinen. Die Verantwortlichen treffen strategisch ungewöhnliche Entscheidungen und lassen Heidenau-Profile in Diagonalbauweise ausschließlich in Deutschland produzieren – die treue Kundschaft honoriert das konsequente Vorgehen der Sachsen.

Das Reifenwerk Heidenau blickt tatsächlich auf eine bewegte Geschichte zurück. Im Jahr 1946 von der sowjetischen Militäradministration als Standort innerhalb des Pneumant-Kombinats gegründet, lautete der Ursprungsauftrag „Förderung der Mobilität“. Das Produktionsspektrum umfasste Gummiformartikeln, Pkw-Reifen und Fahrrad- und Motorradreifen. Zum Ende der DDR beschäftigte der Standort beinahe 800 Mitarbeiter. Die Reifenwerk Heidenau GmbH & Co. KG, deren Schwerpunkt in der Herstellung von Zweirad-, Kart- und Spezialbereifung liegt, gründete sich im Jahr 1994. „Nach der Wende mussten wir erstmal schauen, wo die Reise hingeht“, blickt Verkaufsleiter Pierre Schäffer zurück. Aktuell beschäftigt das Reifenwerk Heidenau rund 200 Mitarbeiter und steht wirtschaftlich auf soliden Beinen. Der Umsatz konnte laut Schäffer im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr um 4 Prozent auf 23 Millionen Euro gesteigert werden.

„Wir produzieren ausschließlich in Deutschland und wollen nicht ausschließlich über den Preis definiert werden. Wir verfolgen diese Strategie konsequent und wollen im Reifengeschäft auch ein wenig zur Entschleunigung beitragen“, erläutert Pierre Schäffer im Gespräch mit AutoRäderReifen-Gummibereifung die Unternehmensphilosophie. Für die Saison 2016 hat Heidenau sein Produktportfolio erneut erweitert. Mit dem K 80 SR platziert die Traditionsmarke beispielsweise ein frisches Profil im Scooterreifenmarkt.

Lesen Sie das komplette Porträt und Details zu Produktneuheiten und Dimensionserweiterungen im Motorrad-Spezial der Februar-Ausgabe.

 

 

Quelle: 

kle

Rubrik: 

Themen, die Sie interessieren könnten

  • Die Bauarbeiten am US-Werk von Nokian Tyres schreiten voran. (Bildquelle Nokian)

    Nokian Tyres teilt mit, dass das erste nordamerikanische Reifenwerk des Konzerns im Jahr 2020 seine Produktion aufnehmen wird. Das Äußere des Mischturms und des Produktionsgebäudes seien weitgehend fertiggestellt. Das US-Werk werde durch einen hohen Automatisierungsgrad charakterisiert.

  • Das Michelin Reifenwerk in Bad Kreuznach hat wieder am bundesweiten Girls‘ Day teilgenommen.

    Das Michelin Reifenwerk in Bad Kreuznach hat erneut am bundesweiten Girls‘ Day teilgenommen. Neunzehn Schülerinnen der Klassenstufen sechs bis neun aus zehn Schulen in der Region informierten sich über technische Ausbildungsberufe. Die Teilnehmerinnen machten erste praktische Erfahrungen an der Werkbank und erhielten Einblick in die Welt der Reifenherstellung.

  • Die Van den Ban Group blickt auf zehn Jahre mit der Budgetmarke Hifly zurück. Bildquelle: Van den Ban Group.

    Der internationale Reifenhändler Van den Ban Group (VDB) hat auf die gestiegene Nachfrage nach Budgetreifen reagiert und die Budgetmarke Hifly in ihr Sortiment aufgenommen. Inzwischen erfreut sich die vor zehn Jahren eingeführte Marke einer regen Nachfrage im (inter-)nationalen Markt.

  • Seit 2013 führt Reifen Gundlach ein Verkaufsbüro im Ruhrgebiet. (Bildquelle: Screen Gundlach-Website)Screen Gundlach-Website)

    Seit 2013 führt Reifen Gundlach ein Verkaufsbüro im Ruhrgebiet. Das Team war bislang in Dortmund beheimatet, nun wurde laut Unternehmensangaben im Zuge der Gesamtexpansion des Unternehmens ein Umzug nach Castrop-Rauxel notwendig.