Rückläufige Zahlen im Felgensegment

Montag, 28 September, 2015 - 13:45
„Alles im gelben Bereich“, so fasst der BRV die Lage auf dem Ersatzmarkt für Kfz-Felgen im 1. Halbjahr 2015 zusammen.

„Im gelben Bereich“ sieht der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. die (BRV, Bonn) die Lage auf dem Ersatzmarkt für Kfz-Felgen im 1. Halbjahr 2015. Im aktuellen Räder-Sell-In-Panel beurteilen 13 von insgesamt 15 Teilnehmern ihre Situation als „mittelmäßig“. Das Panel wird zweimal jährlich im Auftrag des Arbeitskreises Felgenhersteller erhoben.

Die kürzlich in der Herbstsitzung des Arbeitskreises von der Unternehmensberatung BBE Automotive (Köln) vorgelegte Panelauswertung weist für die Monate Januar bis Juni 2015 folgende Trends aus: Gliedert man die möglichen Beurteilungen der Marktsituation nach Ampelfarben (von grün = sehr gut bis rot = sehr schlecht), so zeigt sich, dass alle abgegebenen Einschätzungen im mittleren, gelben Bereich liegen. Dies bestätigt laut BRV die verhaltenen Erwartungen, die sich in der Auswertung vom Frühjahr dieses Jahres abzeichneten. Bezogen auf das Basisjahr 2014 rechnen die Panelteilnehmer für die kommenden drei bis vier Jahre mit stagnierenden bis rückläufigen Absatzzahlen und Stagnation auf der Wertebene.

Bestätigt wird diese Einschätzung durch die konkret erhobenen Zahlen: Im Segment Alu ist der Sell-In-Stückabsatz im Ersatzmarkt im Vergleich zum 1. Halbjahr des Vorjahres nahezu unverändert geblieben. Entsprechend der Marktentwicklung sind die Prognosen für das 2. Halbjahr laut dem Branchenverband in diesem Segment etwas verhaltener als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Entwicklung im Segment Stahlräder war im 1. Halbjahr rückläufig. Nachdem der Stückabsatz (Sell-In) der Panelteilnehmer im Vorjahr um 14 Prozent gesunken war, wurden in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres 20 Prozent weniger Stahlfelgen von den Herstellern an den Handel verkauft. In der Frühjahresauswertung des Panels hatten die Marktteilnehmer für 2015 insgesamt noch mit einem 2,6-prozentigen Minus der Absatzzahlen im Stahlsegment gerechnet.

Neben den Marktdaten wurden die Panelteilnehmer auch zu den Auswirkungen befragt, die der seit Jahren unter Druck stehende Distributionsanteil des Reifenfachhandels im Reifenersatzgeschäft Pkw hat. Laut BRV-Marktstrukturanalyse 2014 liegt dessen Anteil am Sell-Out (Handel an Verbraucher) aktuell bei 43,4 Prozent (2014), wird aber bis 2020 auf geschätzt nur noch knapp über 35 Prozent kontinuierlich weiter sinken. Gewinner sind vor allem Autohäuser (von 22,2 in 2016 auf prognostiziert über 27 Prozent in 2020) sowie Online-Anbieter (von knapp 11 auf dann fast 18 Prozent). Die Mehrheit der Panelbefragten geht offenbar davon aus, dass die prognostizierte Veränderung der Distributionswege für die Felgenhersteller eher negative Auswirkungen haben wird. Bezogen auf den Sell-In im Produktsegment Felgen habe der Reifenfachhandel zwar momentan mit knapp 52 Prozent noch den größten Distributionsanteil, doch auch hier rechnen die Felgenhersteller mit einem Rückgang um rund zehn Prozentpunkte bis 2020 bei gleichzeitiger, zum Teil deutlicher Steigerung der Distributionsanteile der Reifenhandels-Wettbewerber Autohäuser, freie Werkstätten und Online-Anbieter.

Seit Frühjahr 2007 erfolgt im BRV-Arbeitskreis Felgenhersteller eine regelmäßige, halbjährliche Erhebung der Abverkaufsdaten im Räder-Markt. Das Panel erhebt Entwicklungen und Trends zum Verkauf von Alu- und Stahlrädern (Hersteller an Handel); die Sell-In-Erhebung bezieht sich ausschließlich auf den Pkw-Ersatzmarkt. Ausgeschlossen sind Verkäufe an Fahrzeughersteller und-importeure. Ziel der Erhebung ist es, ein valides Sell-In-Marktvolumen Räder für Deutschland zu ermitteln und Trends für die Zukunft aufzuzeigen. Die AK-Mitglieder melden ihre Sell-In-Volumina und schätzen unabhängig voneinander die übrige Nachfrage. Somit sind die Daten repräsentativ und für die Mitglieder exklusiv.

Quelle: 

kle

Rubrik: 

Themen, die Sie interessieren könnten

  • In einem schwierigen Marktumfeld sank der Branchenumsatz der deutschen Kautschukindustrie um 3,6 Prozent.

    Der Branchenumsatz der deutschen Kautschukindustrie sank im Jahr 2016 um 3,6 Prozent auf rund 11,3 Milliarden Euro. Ursächlich hierfür waren nach Angaben des Wirtschaftsverbands der deutschen Kautschukindustrie (wdk) die Rohstoffpreise, die 2016 je nach Material zwischen 3 und 20 Prozent unter dem Vorjahresniveau lagen. Dies führte zu einer Anpassung der Verkaufspreise, die sich wiederum beim Umsatz bemerkbar machte.

  • Am nächsten Wochenende findet in Sotschi der Große Preis von Russland statt.

    Am kommenden Wochenende gastiert die Formel 1 in Sotschi. Aufgrund der glatten Fahrbahnoberfläche der Strecke und der zu erwartenden milden Witterungsbedingungen nominiert Pirelli zum zweiten Mal in dieser Saison die drei weichsten Mischungen der Range. Der ultrasofte Slick gibt sein Debüt in Russland. In den vergangenen drei Jahren wurden die Rennen dort jeweils mit einer Ein-Stopp-Strategie gewonnen.

  • Christian (l.) und Alexander Stiebling bereiten das eigene Unternehmen mit praxisnahen Mobilitätskonzepten auf die Elektrifizierung des Straßenverkehrs vor.

    Die Kooperation Top Service Team KG hat mit der e-Mobilität ein neues Geschäftsfeld ins Auge gefasst. Der Verbund startet in eine neue Mobilitätsära.

  • Das sechs Meter lange Starthilfekabel von Rameder wird mit Klemmen in einer wasserfesten Textiltasche geliefert.

    Statistisch gesehen zählen „müde“ Autobatterie zu den häufigsten Pannenursachen. Bei Rameder gibt es ab sofort ein ultralanges Starthilfekabel. Die Länge von sechs Metern gibt dabei den nötigen Freiraum, falls das Fahrzeug schlecht zugänglich ist. Zudem hat das Kabel eine robuste und zugleich flexible Kunststoffummantelung, die vor Schäden schützen soll.