Goodyear-Führung kritisiert Darstellung des Betriebsrates

Donnerstag, 13 April, 2017 - 12:45
Weiterhin viel Aufregung über die Pläne der Goodyear Dunlop Tires Germany. GmbH.

Die Führung der Goodyear Dunlop Tires Germany sieht sich angesichts einer dpa-Meldung zum möglichen weiteren Arbeitsplatz-Abbau zu einer Stellungnahme veranlasst. Darin heißt es, die vom Gesamtbetriebsrat der Goodyear Dunlop Tires Germany und der IG BCE Mittelhessen am Freitag, 07. April 2017, verbreitete Information über die Arbeitsplatz-Situation im Unternehmen, könnte den Eindruck erwecken, das Unternehmen stehe vor einem weiteren Arbeitsplatzabbau. Dies entspreche nicht den Tatsachen.

Weiter heißt es, Goodyear bedauere, dass der Gesamtbetriebsrat und auch die IG BCE jetzt den Zusammenschluss der energieintensiven Produktionsbereiche in eine neue Gesellschaft mit notwendigen Maßnahmen der Vergangenheit vermische. Das Unternehmen bemüht sich zu betonen, dass die Gründung der neuen Gesellschaft ausschließlich den Sinn habe, den Energiebereich kostenmäßig zu entlasten und so die finanzielle Grundlage des Unternehmens zu verbessern und zukunftssicherer zu machen. Die involvierten Belegschaftsmitglieder bleibe nach wie vor mit allen Rechten Teil der „Muttergesellschaft“. Durch die Umstrukturierung werde kein einziger Arbeitsplatz verloren gehen. Die Unternehmensleitung bekräftigt, weiterhin im Sinne der Belegschaft eng mit der Arbeitnehmervertretung zusammenzuarbeiten.

Im Oktober hatte die Geschäftsführung der Goodyear Dunlop Tires Germany GmbH die Mitarbeiter am Standort Philippsburg über die Schließung des Reifenwerkes informiert. Im Jahr zuvor hatte Goodyear Dunlop den Standortsicherheitspakt für die 7.500 Beschäftigten in den sieben Standorten einseitig gekündigt. Bis Ende 2017 werden in Philippsburg voraussichtlich 890 Mitarbeiter ihre Beschäftigung verlieren. 

Die Entscheidung zur Schließung hatte Jürgen Titz als Vorsitzender der Geschäftsführung mit einem geänderten strategischen Fokus von Goodyear begründet. Hierfür wurde Titz und die Unternehmensführung von vielen Seiten kritisiert. Jürgen Titz hatte argumentiert, Goodyear wolle der wachsenden Nachfrage in den hochwertigen Segmenten des weltweiten Reifenmarktes nach Premium Reifen gerecht werden und weniger in die Segmente des Reifenmarktes investieren, welche geringes Wachstum aufweisen oder rückläufig seien.

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